Spam vermeiden, leicht gemacht.

Gepostet am 30.03.2017 in News

Spam und wie Sie am besten damit umgehen.

Neben unserer Tätigkeit als Systemadministratoren, sind wir auch als Internetserviceprovider (ISP) für viele unserer Kunden aktiv. Da es uns ein persönliches Anliegen ist, unsere Kunden zu schützen, setzten wir uns im Bereich des Mail-Hostings also immer wieder mit der Frage auseinander „Was wollen, bzw. was können wir tun um Spam zu vermeiden?“.

Grundsätzlich…

… stellt ein ISP Dienstleistungen für die Internetnutzung zur Verfügung. Dazu gehören z.B. die Bereitstellung von Speicherplatz für Internetseiten (Webhosting) oder E-Mail (Mailhosting).

Das Postamt

Da es heute um das Thema Spamvermeidung geht, schauen wir uns dies am Beispiel einer Briefsendung an. Natürlich wissen Sie wie eine Briefsendung funktioniert, der Vollständigkeit halber also kurz zusammengefasst:

Auf dem Briefbogen tragen Sie Ihren Namen sowie Firma und Adresse ein, geben die Adresse und den Namen des Empfängers an und füllen den Brief mit Ihrem Inhalt. Weil der Briefumschlag kein Fenster hat, notieren Sie auf dem Umschlag die Absender- und Empfängeradresse erneut. Dann stecken Sie den Brief in den Umschlag, frankieren diesen und geben ihn beim Postamt Ihres Vertrauens ab.

Ihr Brief kommt beim Postamt/Zusteller Ihres Kunden an und wird dort in Augenschein genommen. Dem Zusteller ist bereits bekannt, dass er dem Empfänger keine buntbedruckte Werbepost mit ominöser Verpackung zustellen darf und weist diese direkt zurück. Die restliche Post landet im Briefkasten/im Sekretariat des Empfängers und wird einer Inhaltsprüfung unterzogen. Damit kann dem eigentlichen Empfänger bei der Übergabe mitgeteilt werden ob es sich vermutlich um Werbung handelt.

Die Aufgabe des ISP…

… ist für uns vergleichbar mit der des Postamtes/Zustellers. Er bringt die aufgegebenen E-Mails auf den Weg und nimmt diese entgegen. Dafür dienen ihm envelope Daten, diese entsprechen im E-Mail-Verkehr der Adressierung des Briefumschlags. Zusätzlich zur Adressierung drücken Zwischenlieferanten bei E-Mails oft eigene „Stempel“ auf. Damit stehen die Informationen über die Zwischenlieferanten auch dem Postamt zur Auswertung zur Verfügung. Falls zum Beispiel eine E-Mail eine ominöse Herkunft hat, hat der ISP verschiedene Mittel diese E-Mail zu behandeln:

  • vorübergehende Abweisung, mit der Bitte später erneut zuzustellen (gute Zusteller tun dies gern, für reine Spamsender ist eine erneute Zustellung zu teuer)
  • Zurückweisung der Sendung (sog. hard bounce)
  • oder Entgegennahme.

Was tut ein Mailserver?

Der Mailserver ist vergleichbar mit dem Sekretariat. Seine Aufgabe ist es die Nachrichten vom ISP abzuholen, die Inhaltsanalyse durchzuführen und die E-Mails an die eigentlichen Empfänger zu verteilen. Wenn die Inhaltsanalyse auf Spam stößt, hat der Mailserver je nach Einstellung, unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten:

  • zurück senden der E-Mail (soft bounce)
  • oder als Spam markieren.

Durch einen soft bounce wird dem Absender bestätigt, dass die Empfängeradresse bekannt ist. Unter Umständen löst man damit eine Flut an Werbemails aus.

Fazit

Geben Sie Ihre E-Mailadresse nicht bedenkenlos an. Richten Sie sich für Newsletter oder Onlinekäufe eine spezielle Mailadresse ein, welche nur diesem Zweck dient. Klicken Sie nur „Abmeldelinks“ in Werbemails/Newslettern an, wenn Sie sich aktiv für deren Erhalt angemeldet haben. Stellen Sie Ihren Mailserver auf die Markierung von Spam ein, lassen Sie ihn keine E-Mails zurücksenden. Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Spam / Spamvermeidung, dann kommen Sie gern auf uns zu.

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